Get the Blessing
Einlass 19.00 Uhr / Beginn 20.00 Uhr
Brit Jazz Week
Der Bandname bedeutet so viel wie âHol dir den Segenâ. Ob er Programm ist, weiĂ Keiner so genau. Sicher ist allerdings, dass Get The Blessing die Jazzszene wie kaum eine andere Formation im Nacken gepackt und durchgeschĂŒttelt, vielleicht sogar wachgerĂŒttelt hat. Die Gewinner des BBC Jazz Awards 2008 (fĂŒr ihr umjubeltes DebĂŒt âAll Is Yesâ beim Label Cake/Candid), gelten auĂerdem als eine der faszinierendsten Livebands GroĂbritanniens.
Die Band um die ehemaligen PORTISHEAD-Rhythmusgeber Jim Barr am Bass und Clive Deamer am Schlagzeug, ergÀnzt um die elektronisch versierten BlÀser Jake McMurchie am Saxophon und Pete Judge an der Trompete, hat sich ihren eigenen und originellen Sound erarbeitet, der zwar jenseits stilistischer Schubladen liegt, aber deshalb noch lange nicht auf kopfnickende Songs, monströs-ansteckende Beats oder freudestrahlende kollektive SpontaneitÀt verzichtet.
Die Tatsache, dass sich Get The Blessing dem Jazz eher mit einer Punk-AttitĂŒde widmen, und das natĂŒrlich vor allem bei ihren ekstatischen Live-Auftritten, begeistert das Publikum â von Glastonbury bis zu Jazz de Vitoria-Gasteiz und von The Big Chill bis zum Cheltenham Jazz Festival. Eines ihrer StĂŒcke erschien sogar auf einer Compilation, die ausschlieĂlich Acts prĂ€sentierte, die in der Geschichte von The Big Chill fĂŒr besonderes Aufsehen gesorgt haben.
Das zweite, ebenfalls allseits begeistert aufgenommenes Album von Get The Blessing trĂ€gt den Titel âBugs In Amberâ, also: Insekten in Bernstein, und lĂ€sst sich vielleicht am besten so beschreiben: Ein Post-Jazz-Soundtrack zu einem imaginĂ€ren Low-Budget-Agentenfilm im Remake von Andrei Tarkowski mit Buster Keaton in der Hauptrolle.
Diese Beschreibung ĂŒberrascht nicht, wenn man die EinflĂŒsse von Get The Blessing kennt. Sie reichen von Ornette Coleman und Tortoise ĂŒber Blondie zu Samuel Beckett â eine mixtura solvens, die wie dafĂŒr gemacht zu sein scheint, die tĂ€uschenden Erwartungen zu entlarven. Man darf sich darauf einstellen von GTB, wie sich die Band gerne abkĂŒrzt, gereizt und gefordert, entspannt und entgeistert, aufgeschreckt und aufgeweckt und schlieĂlich vor allem begeistert zu werden.
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